Mit den etablierten PHP-Frameworks konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden. Auf der einen Seite sind die fertigen und (hoffentlich) sauber implementierten Funktionen wirklich praktisch, will man aber nur eine kleine Anwendung bauen, dann wirken Exemplare wie zum Beispiel das Zend Framework wie die sprichwörtlichen Kanonen die auf Spatzen schießen.
Nun möchte ich aber auch keinen Chaoscode im 90er-Jahre-Stil produzieren, weshalb ein wenig Rahmenwerk doch eigentlich ganz hilfreich wäre. Es galt also immer ein schlankes Framework zu finden, das nur so viel wie gerade nötig vorgibt und gleichzeitig nicht zu viele Abhängigkeiten erzeugt. Das Problem ist allerdings, dass sich viele Frameworks da draußen als „schlank“ bezeichnen, sich bei näherer Betrachtung aber nicht als solches herausstellen.
Zwischenzeitlich schien ich mit dem Kohana Framework einen einigermaßen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. Ein massiver API-Wechsel zwischen dem 2er und dem 3er Entwicklungszweig hat mir dann aber schnell den Spaß an der Sache ziemlich verdorben. Was mich letztendlich auch dazu bewegt hat, mich wieder auf die Suche nach einer Alternative zu begeben.
Im letzten Jahr bin ich dann auf das, zu dem Zeitpunkt gerade „stable“ gewordene, Slim Framework gestoßen. Slim wird seinem Namen wirklich gerecht und kombiniert mit ein paar selbst gebastelten Skripten, die den Kern für meine Anwendungen darstellen, lassen sich damit auch recht entspannt etwas umfangreichere Webanwendungen umsetzen. Im Umfeld von Slim und ähnlichen Frameworks hat sich gerade eine Trend heraus kristallisiert, der unter dem Schlagwort„MicroPHP“ diskutiert wird und der die oben geschilderte Problematik aufgreift. Neben dem MicroPHP-Manifest, habe ich jetzt diesen lesenswerten Artikel zu den Thema gefunden und ich hoffe das weitere Folgen und die dort aufgezeigten Entwicklungen an Fahrt gewinnen werden. Vielleicht wird PHP sogar irgendwann wieder sexy, wer weiß?
Mit den etablierten PHP-Frameworks konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden. Auf der einen Seite sind die fertigen und (hoffentlich) sauber implementierten Funktionen wirklich praktisch, will man aber nur eine kleine Anwendung bauen, dann wirken Exemplare wie zum Beispiel das Zend Framework wie die sprichwörtlichen Kanonen die auf Spatzen schießen.
Nun möchte ich aber ...
Ist es einem Missverständnis, Unwissenheit oder dem üblichen Sensationsjournalismus geschuldet, dass die Hinweise auf unkontrolliert ablaufende Kernspaltungen in den Nachrichten sprachlich wie eine kurz bevorstehende Kernschmelze verkauft werden? In vielen der Artikel und Beiträge zu den aktuellen Geschehnissen innerhalb der Reaktorgebäude von Fukushima läuft so einiges daneben. Zwar sind unkontrolliert ablaufende Kernreaktionen innerhalb eines Atomkraftwerks alles andere als beruhigend, aber den Unterschied zwischen Kernspaltung und Kernschmelze sollten, dem seriösen Journalismus verschriebene Autoren, auch ohne Physikstudium sprachlich und inhaltlich ein wenig besser herausarbeiten können.
Ist es einem Missverständnis, Unwissenheit oder dem üblichen Sensationsjournalismus geschuldet, dass die Hinweise auf unkontrolliert ablaufende Kernspaltungen in den Nachrichten sprachlich wie eine kurz bevorstehende Kernschmelze verkauft werden? In vielen der Artikel und Beiträge zu den aktuellen Geschehnissen innerhalb der Reaktorgebäude von Fukushima läuft so einiges daneben. Zwar sind unkontrolliert ablaufende Kernreaktionen innerhalb eines ...
„Der frühe Tod der britischen Sängerin zeigt einmal mehr wie wichtig ein hartes Vorgehen gegen Raubmordkopierer ist. Mit Three-Strikes hätte ihr Tod wahrscheinlich verhindert werden können.“ wäre ein zulässiger Schluss, wenn Logik so funktionieren würde, wie Hans-Peter Uhl sie versteht. Zwar ist die Steilvorlage für die Forderung nach einem Verbot von „Killerspielen“ so offensichtlich, dass sie Futter für alle Verschwörungstheoretiker dieser Welt liefert, aber zur Zeit steht halt „Vorratdatenspeicherung“ auf der Agenda, weshalb die schrecklichen Ereignisse und damit auch die Opfer von Norwegen für diese politische Forderung instrumentalisiert werden. Wenn sich nach der Uhlschen Logik durch Vorratsdatenspeicherung eine präventive Wirkung bei derartig unvorhersehbaren Katastrophen erzielen lässt, dann bleibt grundsätzlich die Frage, ob schlüssige und konsistente Argumentationen im bundespolitischen Umfeld überhaupt notwendig sind.
„Der frühe Tod der britischen Sängerin zeigt einmal mehr wie wichtig ein hartes Vorgehen gegen Raubmordkopierer ist. Mit Three-Strikes hätte ihr Tod wahrscheinlich verhindert werden können.“ wäre ein zulässiger Schluss, wenn Logik so funktionieren würde, wie Hans-Peter Uhl sie versteht. Zwar ist die Steilvorlage für die Forderung nach einem Verbot von „Killerspielen“ so offensichtlich, ...
…werden wir wohl leider nicht sobald als Schlagzeile auf einschlägigen Newsseiten finden. Auf die viel beschworene User Experience des Gesamtwebs würde sich das aber sehr positiv auswirken.
Der letzte Artikel über das seltsame Linkgebaren einiger Nachrichtenseiten ist jetzt schon über ein Jahr her und aufgrund meiner überbordenden Schreibfreude auf Seite Zwei dieses Blogs gerutscht. Da wird es doch mal wieder Zeit für einen kurzen Aufreger. Golem schafft es tatsächlich in einem Artikel über die neuste Version der Open-Source-Bankingsoftware Hibiscus die betreffende Produktseite nicht zu verlinken. Neben einem obligatorischen internen befinden sich noch zwei externe Links im Artikel, die aber allenfalls für geschätzte 0,2 Prozent der Leserschaft interessant sind.
Es wäre wirklich an der Zeit, dass $Suchmaschine den Algorithmus so anpasst, dass Nachrichten- oder Blogartikel zu Produkt X Abschläge beim Ranking erfahren, sofern sie nicht über einen einzigen ausgehenden Link zur entsprechenden Seite verfügen. Aber das dürfte einfach nicht im Interesse von $Suchmaschine sein, da der interessierte Leser bei fehlender Verlinkung auf $Suchmaschine angewiesen ist, sofern er die URL von Produkt X nicht zufällig im Kopf hat. Schade, eigentlich.
[Update]Nachdem jemand in den Kommentaren zum Golem-Artikel auf die fehlende Verlinkung hingewiesen hat, konnte man sich doch noch erbarmen zwei zusätzliche Links zu setzen.[/Update]
…werden wir wohl leider nicht sobald als Schlagzeile auf einschlägigen Newsseiten finden. Auf die viel beschworene User Experience des Gesamtwebs würde sich das aber sehr positiv auswirken.
Der letzte Artikel über das seltsame Linkgebaren einiger Nachrichtenseiten ist jetzt schon über ein Jahr her und aufgrund meiner überbordenden Schreibfreude auf Seite Zwei dieses Blogs gerutscht. Da ...
Die neu gegründete „Deutsche Content Allianz will die Netzbetreiber in die Pflicht nehmen“, ist bei heise online in einem länglichen Artikel zu lesen. Da es um nicht weniger als die Existenz, der am Hungertuch nagenden, Content-Wirtschaft geht, darf natürlich nicht das übliche Gejammer über die Raubmordkopierer fehlen und die Formulierung „Rechtsfreier Raum“ ist selbstverständlich auch nicht weit. Man macht sich also in illustrer Runde (Vertreter von Rundfunk, Musikindustrie, Buchhandel, Filmwirtschaft und GEMA) fleißig Gedanken darüber, wie man die aufwändig und teuer produzierten, vielleicht sogar hochwertigen, Inhalte bloß nicht unter Preis an den Verbraucher bringen kann. Dazu will man den Kreis der Zahlungspflichtigen ein wenig ausdehnen und so äußert GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker die glorreiche Idee: „Auch Provider, die sehr viel Geld verdienen mit den Inhalten, die auf ihren Datenautobahnen kursieren, müssen herangezogen werden.“. Moment … der Mann will tatsächlich bei den Netzbetreibern kassieren, die ihrerseits gerade am Ast der Netzneutralität sägen, um zusätzliches Geld bei den Content-Anbietern kassieren zu können? Man darf gespannt sein, wer die größeren schwarzen Köfferchen bei den politischen Entscheidern in der Empfangshalle stehen lässt und damit am Ende den anderen zur Kasse beten darf. Aber davon abgesehen ist die von Heker geäußerte Sicht der Dinge schon sehr bemerkenswert. Wann werden sich die Versandhändler zu Wort melden und vorschlagen, dass Speditionen und Paketdienste dafür zahlen sollen, dass sie ihre kostbaren Waren transportieren dürfen? Schließlich verdient man in der Logistikbranche ja auch Geld.
Die neu gegründete „Deutsche Content Allianz will die Netzbetreiber in die Pflicht nehmen“, ist bei heise online in einem länglichen Artikel zu lesen. Da es um nicht weniger als die Existenz, der am Hungertuch nagenden, Content-Wirtschaft geht, darf natürlich nicht das übliche Gejammer über die Raubmordkopierer fehlen und die Formulierung „Rechtsfreier Raum“ ist selbstverständlich ...
Versetzen wir uns mal für eine Minute in eine Welt, in der die Bekämpfung von Darstellungen von Kindesmissbrauch nicht nur Vorwand sondern tatsächlicher Grund für die Forderung nach der Etablierung einer Zensurinfrastruktur ist. So schwierig ist das gar nicht, denn vordergründig wird die Debatte um Internet-Sperren mit dieser Vorstellung geführt und ist damit Teil unserer Realität. In dieser Welt wird sich darum gestritten welche der beiden Maßnahmen (Löschen oder Sperren) effizienter ist. Die Effizienz wird zur Zeit wesentlich daran festgemacht, wie viel Prozent der entdeckten und gemeldeten Webseiten nach einer, zwei, drei oder mehr Wochen noch abrufbar sind. Während Gegner von Internet-Sperren gute Erfolge, sprich eine hohe Effizienz, aus den Statistiken herauslesen, interpretieren die Befürworter die vorliegenden und zum Teil selbst ermittelten Zahlen als Beweis für die Ineffizienz des Löschens. In der Gegenrechnung wären also durch Sperren innerhalb von 24 Stunden nahezu 100 Prozent der Webseiten in Deutschland nicht mehr abrufbar. Im Hinblick auf die Effizienz steht der Sieger beider Maßnahmen also fest.
Allerdings mutet diese Definition von Effizienz in unserer ach so globalisierten Welt geradezu klein-geistig und anachronistisch an. Während global, international, multilateral etc. zum Grundvokabular politischer Reden geworden ist, Bildungs- Umwelt- und ganz vorne Wirtschaftspolitik heute kaum noch ausschließlich nach nationalen Gesichtspunkten gestaltet wird, stellt sich eine Frage: Wie kommt es bei einem so wichtigen Thema wie dem Schutz von Kindern dazu, dass man zwar die Welt im Blick hat, sich aber mit seinem Handeln auf den Wirkungsbereich des eigenen Grundgesetzes zurück ziehen will?
Ändert man den Effizienzbegriff hin zu einer globalen Betrachtungsweise, dann stellen sich Internet-Sperren als drastische Verlierer heraus. Kommen die zuständigen Behörden zweier Länder (ein meldendes Land und das Land in dem gehostet wird) zu dem Schluss, dass eine Webseite Darstellungen von Kindesmissbrauch bereitstellt und somit gelöscht werden muss, dann stehen diese Inhalte an dieser Stelle dem pädophilen Anteil von rund einer Milliarde Internetnutzer nicht mehr zur Verfügung. Wird die gleiche Webseite hingegen nur in Deutschland gesperrt, dann betrifft dies den pädophilen Anteil von maximal 60 Millionen Internetnutzern, der Rest der pädophilen Welt kann weiterhin auf die Inhalte zugreifen. Welcher Vorgang nun schneller durchzuführen ist, spielt dabei keine Rolle mehr. Selbst wenn man die Geschwindigkeit mit berücksichtigt, können Internet-Sperren nicht mehr als Sieger aus dieser Effizienzbetrachtung hervorgehen, weil sie im Hinblick auf die Reichweite gnadenlos verlieren. „Sperren bis Löschen“ wäre in diesem Zusammenhang übrigens nur eine Möglichkeit eine schwache Leistung der jeweiligen Behörden zu vertuschen. Nimmt man nun noch hinzu, dass die fallbezogene und allgemeine bilaterale Zusammenarbeit bei der Löschung von Missbrauchsdarstellungen einen positiven moralischen Einfluss – auf das was man im jeweiligen Kulturkreis überhaupt als Kindesmissbrauch betrachtet – haben kann, dann packt man das Problem gleichzeitig noch etwas weiter in Wurzelnähe an, statt diese kulturellen Unterschiede einfach nur als gegeben hinzunehmen. Multilaterale Verhandlungen insbesondere bei unterschiedlichen Rechtsauffassungen (Wobei ich mich frage, ob nicht bereits ein relativ weitreichender Konsens bezüglich der der Ächtung von Missbrauchsdarstellungen angenommen werden kann.) sind sicherlich alles andere als leicht, aber das sollte kein Grund sein, sich gerade in dieser Sache auf eine nationale Sicht zu beschränken. Zumal bei der Bekämpfung des tatsächlichen Missbrauchs entsprechend gute Kontakte ins Ausland von Vorteil sind, weil eine Scheuklappenpolitik hier einfach nicht weiterhilft.
Die Minute ist um. Zurück in die Realität, zurück in eine Welt in die Missbrauchsdarstellungen weiterhin nur als Vorwand missbraucht werden und der Streit um die Effizienz nichts anderes als eine Scheindebatte ist, welche die wahren Beweggründe hinter einer Fassade dramatischer Rhetorik verstecken soll.
Versetzen wir uns mal für eine Minute in eine Welt, in der die Bekämpfung von Darstellungen von Kindesmissbrauch nicht nur Vorwand sondern tatsächlicher Grund für die Forderung nach der Etablierung einer Zensurinfrastruktur ist. So schwierig ist das gar nicht, denn vordergründig wird die Debatte um Internet-Sperren mit dieser Vorstellung geführt und ist damit Teil ...