MicroPHP: Darf es auch ein bisschen weniger sein?

13.01.2012 Webwork Kommentieren

Mit den etablierten PHP-Frameworks konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden. Auf der einen Seite sind die fertigen und (hoffentlich) sauber implementierten Funktionen wirklich praktisch, will man aber nur eine kleine Anwendung bauen, dann wirken Exemplare wie zum Beispiel das Zend Framework wie die sprichwörtlichen Kanonen die auf Spatzen schießen.

Nun möchte ich aber auch keinen Chaoscode im 90er-Jahre-Stil produzieren, weshalb ein wenig Rahmenwerk doch eigentlich ganz hilfreich wäre. Es galt also immer ein schlankes Framework zu finden, das nur so viel wie gerade nötig vorgibt und gleichzeitig nicht zu viele Abhängigkeiten erzeugt. Das Problem ist allerdings, dass sich viele Frameworks da draußen als „schlank“ bezeichnen, sich bei näherer Betrachtung aber nicht als solches herausstellen.

Zwischenzeitlich schien ich mit dem Kohana Framework einen einigermaßen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. Ein massiver API-Wechsel zwischen dem 2er und dem 3er Entwicklungszweig hat mir dann aber schnell den Spaß an der Sache ziemlich verdorben. Was mich letztendlich auch dazu bewegt hat, mich wieder auf die Suche nach einer Alternative zu begeben.

Im letzten Jahr bin ich dann auf das, zu dem Zeitpunkt gerade „stable“ gewordene, Slim Framework gestoßen. Slim wird seinem Namen wirklich gerecht und kombiniert mit ein paar selbst gebastelten Skripten, die den Kern für meine Anwendungen darstellen, lassen sich damit auch recht entspannt etwas umfangreichere Webanwendungen umsetzen. Im Umfeld von Slim und ähnlichen Frameworks hat sich gerade eine Trend heraus kristallisiert, der unter dem Schlagwort „MicroPHP“ diskutiert wird und der die oben geschilderte Problematik aufgreift. Neben dem MicroPHP-Manifest, habe ich jetzt diesen lesenswerten Artikel zu dem Thema gefunden und ich hoffe das weitere Folgen und die dort aufgezeigten Entwicklungen an Fahrt gewinnen werden. Vielleicht wird PHP sogar irgendwann wieder sexy, wer weiß?

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