(e)ps-Dateien für pdfLaTeX aufbereiten

16.04.2008 Merkblätter 1 Kommentar

Will man in seinen LaTeX-Dokumenten Vektorgrafiken im (e)ps-Format verwenden und das Dokument mit pdfLaTeX direkt als PDF ausgeben, hat man das Problem, dass pdfLaTeX nicht mit (e)ps-Dateien umgehen kann. Um die Grafiken dennoch nutzen zu können, muss man sie vorher in PDFs umwandeln. Neben der einer manuellen Konvertierung per Ghostscript, bei der in einem ersten Schritt die Größe der Ausgangsdatei ermittelt:

gs -q -dNOPAUSE -sDEVICE=bbox input.eps -c quit

und anschließend mit diesen Informationen die Datei mit den richtigen Abmessungen ins Zielformat:

gs -q -dNOPAUSE -sDEVICE=pdfwrite -dDEVICEWIDTHPOINTS=400 -dDEVICEHEIGHTPOINTS=300 -dAutoRotatePages=/None -sOutputFile=output.pdf input.eps -c quit

konvertiert wird, gibt es auch das nette Kommandozeilen-Tool epstopdf, das direkt in der richtigen Größe konvertiert. Bei Ubuntu Gutsy Gibbon befindet sich epstopdf im Paket texlive-extra-utils. Durch das Einbinden des gleichnamigen Packages über

\usepackage{epstopdf}

kann die Konvertierung von eingebundenen eps-Dateien auch automatisch während des Übersetzungsvorgangs des LaTeX-Dokuments erfolgen. Sofern man die Grafik aber nicht ständig ändern muss, spart man durch einmaliges Konvertieren und Einbinden des fertigen PDFs bei jedem Übersetzungsvorgang Zeit.

Kommentare

» skidzo am 13. August 2008

Jetzt kann ich endlich mit Matlab schöne, ‚unpixelige‘ Plots direkt in PDF mit PdfLatex erstellen…

offtopic:
Für eigene Grafiken verwende ich übrigens Metapost, das geht auch problemlos mit PdfLatex.

hier eine hilfreiche Seite zu Metapost: http://www.physics.drexel.edu/liki/index.php/Metapost

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